Wie alles begann...

Ich liebe Hunde. Und ich liebe Bulldoggen. Diese wundervollen, polarisierenden Knautschköppe. Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, mir eine englische Bulldogge anzuschaffen. Aber ... überlegen, recherchieren allein reicht für eine verantwortungsvolle Entscheidung ja nicht aus. Also wollte ich Informationen aus erster Hand.

Bei Instagram bin auf den Account von achim_eddie_und_paul aufmerksam geworden. Erst habe ich immer nur geguckt und mich über die kurzweiligen Einblicke in ein tierisches Hundeleben mit Zweibeiner gefreut. Da ich Achim aber noch aus vergangenen Tage flüchtig kannte, hab ich ihn gefragt, ob ich die Jungs kennenlernen und er mir so die ein oder andere Frage beantworten könnte. Ja! Ging! Und so lernte ich Eddie und Paul kennen.

Eddie, der große Kerl, der immer in sich ruhend scheint ... und Paul. Ich war verliebt. In den großen Ruhigen und in diesen verrückten, fröhlichen Junghund, der mir, wann immer ich ihn sehe, ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und aus der anfänglichen Bulldoggen Neugierde wurde (tierische) Freundschaft. Dann der Schock im Januar 2021. Paul wurde krank. Luftnot, Husten, Tremor ... viele anfängliche Diagnosen und beginnende Therapien. Nachdem nichts so richtig anzuschlagen schien, kam mit einmal die Diagnose "Lymphom" -Krebs- auf. Lebenserwartung? Wochen oder weniger. Verzweiflung, Traurigkeit und jede Menge Tränen bei den Menschen, denen Paul soviel bedeutet. Achim hat gegen das Fieber gekämpft und Paul bekam jede medizinische Hilfe die möglich war.

Wir alle waren im Schockzustand und in unserer Traurigkeit gefangen. Die Worte "nehmen Sie Abschied" im Hinterkopf. Dann das Biopsieergebnis: keine Tumorzelle gefunden. Paul konnte man medikamentös helfen! Heute ist er wieder weitesgehend fit. Ich möchte mich nicht nochmal in die Lage versetzen, in der mich darüber aufgeregt habe, wie mit Gefühlen, Hoffnungen und Diagnosen umgegangen wird. Wie leichtfertig und lapidar über ein Hundeleben gerichtet wird.

Ich backe schon lange und leidenschaftlich gerne. Nur halt keine Hundekekse! In der Phase als "Krebs" im Raum stand, habe ich intensiv damit auseinander gesetzt, was Hunde essen dürfen und was in der Zusammensetzung vielleicht NICHT förderlich ist. Ich habe angefangen spezielle Leckerlis für Paul zu backen. Und mit einmal für viele andere Hunde, die spezielle Unverträglichkeiten haben. Oder für Menschen, die Ihrem besten Freund etwas besonderes Gönnen möchten.

Diese spezielle Phase, das gute Feedback nahstehender Menschen und die hohe Akzeptanz auf die Leckerlis haben mir gezeigt, ich möchte aus der Leidenschaft meinen Beruf machen.

Paul...